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Die Bedingungen für den Anbau von Oliven werden in der Provence im Süden Frankreichs noch gerade so erfüllt. Da die Olivenbäume sehr frostempfindlich sind und die Ernte erst Anfang November beginnt, ist eine Kultivierung weiter nördlich nicht möglich. Durch die besonderen Bedingungen gibt es mehrere nur in Frankreich vorkommende Olivensorten. Die Produktionsmengen in Frankreich sind auch nicht besonders groß, da die Anbauflächen von anderen Pflanzen wie Wein, Lavendel, Sonnenblumen, etc. besser genutzt werden können. Der Verbrauch von Olivenöl ist in Frankreich nur wenig höher als in Deutschland, der Bedarf für intensiveren Anbau besteht also gar nicht. Da die Qualität des französischen Olivenöls meist sehr gut ist, lassen sich die hohen Preise für die ausgesprochen delikat und mild schmeckenden Olivenöle mit leichter Süße im Allgemeinen rechtfertigen.

Zu den wichtigsten Sorten in Frankreich zählen die Picholine, die zwar ein sehr fruchtiges Öl gibt, sich aber besonders als Speiseolive eignet. Sie wird hauptsächlich in der Region Gard angebaut, ist aber auch bis Marokko verbreitet. In der Region um Marseille und nördlich sowie östlich davon wird hauptsächlich die "Aglandau" angebaut, eine etwas knotige Olive deren Baum auch sporadischen Frost gut wegsteckt. Diese Sorte eignet sich vor allem für Öl, dieses ist meist sehr stark, kräftig - man liebt es oder man haßt es. Die Sorte Tanche wächst in der Gegend von Nyons, dem nördlichsten Olivenanbaugebiet. Diese Olive gibt ein Öl, das von vielen Spezialisten als eines der besten überhaupt angesehen wird, jedoch eher mild ist und nach Mandeln schmeckt und sogar in der Bäckerei Verwendung findet. Die "Tanche" gilt auch als sehr feine (schwarze) Speiseolive.

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